Ein Moor assoziiert man spontan mit blubbernden und stinkenden Sümpfen, in denen man unwiederbringlich versinkt, wenn man vom Weg abkommt. Doch in Bezug auf das Exmoor wird man durch seine Vorurteile in die Irre geführt.
A moor is associated with blubbering and stinking swamps in which everybody will irretrievable sink in if he looses his way. Concerning the Exmoor one will be led astray by ones prejudices.
Es ist eine von warmem Standstein geprägte Hochebene, von Bächen und Flüssen durchzogen, mit großen Waldbeständen, reich an Rotwild. Früher diente es der englischen Krone als Jagdrevier, später wurde es an Farmer verpachtet, welche die ursprüngliche Landschaft zum größten Teil kultivierten und in landwirtschaftliche Nutzflächen umwandelten.
Und so machen die von Heidekraut und Ginster bewachsenen Hochflächen heute nur noch einen kleinen Teil des Nationalparks aus.
It is a plateau marked by warm standstone, run through by rivers and streams, with great forests and rich of red deer. In the old days it was used as a hunting resort by the English crown, later it was lent to farmers who cultivated the original landscape and changed it to agricultural acreage.
And so today the heather and broom covered plateaus count only for a small part of the National Park.

In England the spoilt continental consumer may choose between two kinds of cheese at the cheese counter: cheddar and stilton. Stilton covers all kinds of mouldy and stinky cheese, cheddar covers the rest. Simplifies the choice. Of course this again is a prejudice.
www.cheddargorgecheeseco.co.uk
Cheddar kommt ursprünglich aus der Gegend um Cheddar (irgendwie logisch...) und dort kann man heute noch sehen, wie der Käse gemacht wird. Gegen ein moderates Entgelt kann man Andy, dem freundlichen Käsemacher bei der Arbeit zusehen. Stundenlang säubert er seine Eimer, in denen der Käse in Form gepresst wird. Dann wäscht er sich die Hände.
Als nächstes prüft er die Temperatur in dem großen Bottich, in den er am morgen die Milch eingefüllt hat (das haben wir leider nicht sehen können). Dann wäscht er sich die Hände.
Als nächstes putzt er eine große Wanne, die zum Entwässern der Käsemasse verwendet wird. Dann wäscht er sich die Hände. Darauf misst er die Temperatur in dem großen Bottich. Danach wäscht er sich die Hände. Plötzlich gerät er in Hektik und gibt zu verstehen, dass jetzt gerade keine Zeit für die Beantwortung von Fragen sei. Er eilt in die Kühlkammer und holt den Kanister mit dem Enzym, welches für die Ausflockung der Käsemasse entscheidend ist. Danach wäscht er sich die Hände. Er misst die korrekte Menge des Enzyms ab und wäscht sich anschließend die Hände. Nach einer Viertelstunde, mehreren Messungen der Temperatur und verschiedenen Handwäschen naht der große Moment: das Enzym wird in die Milch gerührt und es passiert - nichts.
Wir lernen, dass die Käseherstellung unendlich lange dauert und bedauern Andy, dessen Hände am Abend eigentlich aufgelöst oder abgewetzt sein müssen. Der Käse aber ist klasse (blöd, wenn man keinen Kühlschrank hat...)
Cheddar originally comes from around Cheddar (seems logically…) and there you can see how the cheese is made.
For a moderate fee you may watch Andy, the friendly cheese maker, at work. For hours he cleans his buckets in which the cheese is pressed to form.
After this he washes his hands. Next he checks the temperature in the huge tank where he has filled the milk in the morning (which we didn't see). Afterwards he washes his hands. Then he cleans a big bin he uses for drying the cheese mass. Next he washes his hands. Then he checks the temperature in the large tank. Suddenly he gets in haste and gives to understand that he has no time for answering questions. He rushed into the cooling vault and recovers a canister of enzyme that is used for the flocculation of the cheese mass. Afterwards he washes his hands.
He measures the correct amount of the enzyme and washes his hands afterwards. After a quarter of an hour, several temperature checks and various hand washings the great moment comes: the enzyme is stirred into the milk and - nothing happens.
We learn that cheese making requires infinite amounts of time and feel sorry for Andy whose hands must be either scattered or worn out in the evening. The cheese is fabulous (stupid to have no fridge in the car…)
In Dunster Castle klären wir den Wahrheitsgehalt eines weiteren Vorurteils: Briten trinken gerne, immer und überall Tee. Nun würde man bei dieser Vorliebe doch erwarten, dass die Auswahl an verschiedenen Teesorten mit unterschiedlichen Geschmacksrichtungen reichhaltig ist. In allen Tea Rooms "Cream Tea" angeboten - wer hier einen sahnig milchigen Tee erwartet, wird enttäuscht. Ein Cream Tea ist ein ganz normales Kännchen Tee -schwarz, Kamille und Pfefferminz- mit Gebäck ("Tea Cones"), Erdbeer-Marmelade und "Clotted Cream", einer sehr dicken Sahne.
Und das ist das Geheimnis der berühmten englischen Teestunde - es kommt überhaupt nicht auf den Tee an, sondern auf die dazu gereichten Köstlichkeiten. Wer könnte schon einem Gurkensandwich widerstehen?
In Dunster Castle we discover the truth about another prejudice: Britons drink tea - gladly, always and everywhere. Concerning this preference one should expect the selection of teas with different flavours to be extensive. In all tea rooms "cream teas" are offered - these who expect a creamy milky tea will be disappointed. A cream tea is a normal pot of tea -black, camomile or mint- with pastry ("tea cones"), strawberry marmalade and "clotted cream", a very thick cream.
And this is the secret behind the famous British tea time - the tea itself does not matter at all, but the offered titbits. Who would be willing to resist a cucumber sandwich?